Herzlich Willkommen


The horse knows. He knows if you know. He also knows if you don't know.

Ray Hunt


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Die aktuellen Spendenaktionen finden sie hier.

 

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Jahresrückblick 2020

Corona – die US-Wahlen – die Klimakatastrophe – Australien, Kalifornien und der Amazonas unter Feuer – Krieg; grosse Ereignisse prägten die Welt im 2020, ganz sicher gäbe es noch einige mehr aufzuzählen, das Jahr 2020 wird wohl für unsere Enkel in den Geschichtsbüchern erwähnt werden. Unsere PiN-Welt war davon zum Teil betroffen aber wenn wir zurückschauen, hatten wir ein Jahr wie viele andere vorher. Natürlich, Corona hat uns gebremst und zugleich beschäftigt, wir mussten die GV 2 x verschieben und hatten etliche Anfragen, weil BesitzerInnen ihre Arbeit verloren hatten und die Budgets enger wurden. Wir konnten nicht unbeschwert reisen und mussten zum Teil mehr oder anders arbeiten. Und doch…

 

35 Vermittlungen im 2020
7 neue stationäre Pferde im 2020, davon einige weitervermittelt
aktuell 10 stationäre Pferde, davon werden 7 sicher nicht mehr vermittelt
3 Todesfälle, die uns traurig machten
1 Weihnachtskrimi
Schnee in Heidis Stall

 

Doch der Reihe nach. Ganz zu Beginn des PiN-Jahres ist sehr überraschend der kleine Flecki gestorben, der nicht lange vorher noch einen Wechsel in ein Pferdeparadies antreten durfte und dort die letzten Monate geniessen konnte. Er war schon ein älteres Semester und sollte zum Metzger, wir durften ihn übernehmen und er hatte einen schönen letzten Lebensabschnitt.

Gegen Ende Jahr mussten wir dann wieder Abschied nehmen, zuerst musste Heidi ihren Nubi und bald darauf den Sandor geben. Wir blieben traurig und sprachlos zurück und haben einmal mehr gemerkt, wie schnell es gehen kann.

35 Vermittlungen haben wir geleistet in diesem schwierigen Jahr. 35 Schicksale stehen hinter 35 Pferden oder Ponies. Da waren z.B die Senioren Lantano und Eccles, die ganz viele kannten, als sie auf unsere Webseite kamen. So kam es dann auch, dass aus ihrem Umzug eine Heimkehr wurde und so viele Leute und die beiden Pferde wieder glücklich wurden.  Da waren auch 4 Pferde von einem Gnadenhof, die aus einer sehr schlechten Haltung gerettet wurden, die aber zu jung waren für den Gnadenhof, die wir vermitteln durften. Allen geht es gut, sie haben ein neues zu Hause, werden geliebt, gepflegt und beschäftigt.

 

Da war Brandy, den wir zurückgenommen haben, weil es am neuen Platz nicht ging. Gefährlich war er gegen seine Besitzerin, und auch als wir ihn abholen wollten, war es schwierig, der Tierarzt musste sedieren. Heute ist er an einem neuen Platz, sieht super aus und es geht ihm sehr gut.

 

Lucky Snowy war am alten Platz ebenfalls kaum handelbar. Aber nicht, weil er böse war, sondern weil die Chemie zu seinem Besitzer schlicht nicht gepasst hat und weil er nicht wusste, was man von ihm will. Er hatte kein Vertrauen. So hat er – wie viele Problempferde – die Führung für sich selber übernommen. Zudem war er lahm. Er kam ins Bärgli und zur Ruhe und lernte, sich wieder auf die Menschen einzulassen, fair zu kommunizieren. Sein Beschlag wurde angepasst, er bekam wunderbare manuelle Therapie, und so konnte auch er ausgeglichen an seinen neuen Platz weiterziehen.

 

Wir hatten etliche Beisteller, die in der Vermittlung waren, nicht mehr oder nur noch bedingt reitbar. Auch für sie ist es zum Teil uns und zum Teil den Ex-Besitzern schlussendlich selber gelungen, noch gute Plätze zu finden. Wenn diese Vermittlungen gelingen, freut uns das immer besonders.

Stationär an Pflegeplätzen haben wir im Moment folgende Pferde, die nicht vermittelt werden: Joy, Paghira, Nestonja, Azamah, Fime, Latina, Komptesse. Bei Fee ist noch unklar, wie es weitergeht, Mr. Erwin sucht seinen Lebensplatz, und der Icor ist gerade erst angekommen.

 

Erwin musste kurz hintereinander 2 x umziehen, nun steht er in einer gemischten Herde, wo es ihm wunderbar geht. Er ist mittlerweile 3 jährig, frech und unverschämt aber genauso charmant und verschmust.

 

Icors Besitzer ist an Weihnachten verstorben und die Angehörigen konnten mit diesem schwierigen Pferd nicht umgehen. Icor war sehr auf seinen Herrn fixiert und lies niemanden an sich ran. Er stand nur noch in der Box, konnte knapp gemistet werden. Sein Bein, das einen heftigen Einschuss hatte und das versorgt werden sollte, konnte niemand pflegen. So kam er zu uns und ist nun bei einem Pferdeprofi in Pflege, so dass er hoffentlich seine Chance packt und in einigen Monaten in die Vermittlung gehen kann. Das Training hat gestartet und Icor scheint sich darauf einzulassen.

 

Ja und dann eben noch der Schnee in Heidis Stall. Snowflake, eine 20 jährige Hafistute, brauchte Asyl. Aus bereits erwähntem Grund hatte es bei Heidi Platz und so ist die Hübsche vorübergehend im Bärgli. Sie gehört Jeanette, die sie vor Jahren als Fohlen nach der Fohlenschau übernommen hat, sie hatte jahrelang einen guten Platz, aber das letzte Jahr war für Snowflake zum Streichen. Sie hat das Vertrauen verloren, schaut für sich selber, hat Angst vor Berührung und der weiten Welt. Langsam langsam lässt sie sich auf ihre neue Umgebung ein.

 

Neben pferdischer Verstärkung, haben wir auch menschliche Verstärkung erhalten. So ist im Sommer Andrea als Volunteer für die Ostschweiz zu uns gestossen. Die liebe Christine unterstützt vor allem unsere zwei fleissigen Flohmifrauen, hilft uns aber auch aus bei Aufnahme von Pferden in der Region Solothurn. Und zwischen den Jahren ist noch Sabrina zu uns gestossen. Sie wird im Raum Bern und in der Westschweiz als Volunteer unterstützen. Herzlichen willkommen.

 

Wir wurden treu finanziell und auch moralisch unterstützt im letzten Jahr. So konnten wir alle Rechnungen bezahlen und eben auch zum Schluss vom Jahr den Icor übernehmen. Wir können auf unsere PiN-Community zählen, die uns beisteht, wenn wir sie brauchen. Vielen herzlichen Dank dafür. Wir wissen, dass das nicht selbstverständlich ist.

 

Verein Pferde in Not CH

 

Der Vorstand

 

Januar 2021


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